Seit April 2022 bin ich jeweils am Dienstag und Donnerstag in Stans für Sie da:

 

Naturheilpraxis Nidwalden (Thomas Feer & Olivia Feer - Amstad)

Gemeinschaftspraxis für Akupunktur, Shiatsu, Tuina-Massage und Phytotherapie

 

Langmatt 9

6370 Stans

 

www.naturheilpraxis-nidwalden.ch

 


Der Bundesrat hat beschlossen, sämtliche Massnahmen inkl. Maskenpflicht aufzuheben. Sie entscheiden, ob Sie weiterhin eine Maske tragen wollen. Das Hygienekonzept bleibt wie bisher aufrecht.


"Es ist ein Lächeln eines Babys, das das Leben lebenswert macht."  (Debasish Mridha)

Babys und Kinder mit Shiatsu begleiten! Gerne zeige ich Ihnen, wie Sie selbst mit liebevollen Handgriffen, "Drück mich mal", Ihr Kind in Ihrer Entwicklung unterstützen können. Ich freue mich auf Sie.

Buchtipp dazu: "Starke Babys" Entspannt ins Leben mit Shiatsu. (Karin Kalbantner-Wernicke & Tina Haase)

 

Im Interview über Baby-Shiatsu: "Erleichterung bei den täglichen Herausforderungen mit Baby" von Karin Kalbantner-Wernicke erfahren Sie mehr über diese schöne Arbeit mit Kindern.


Wie wirkt Shiatsu bei Migräne?

Menschen, die von wiederkehrenden Migräneanfällen betroffen sind, haben oft einen langen Leidensweg hinter sich. Die Erkrankung belastet sie in ihrem Alltag erheblich und wirkt sich auf ihre Lebensfreude aus. Komplementärtherapeutische Behandlungsformen wie Shiatsu eignen sich, um Migräneanfällen vorzubeugen und die Medikamenteneinnahme zu verringern. Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie, die kürzlich veröffentlicht wurde.
Etwa 15% der weiblichen und 5-7% der männlichen Bevölkerung leiden unter wiederkehrenden Migräneanfällen. Charakteristisch für die Erkrankung ist ein pulsierender Kopfschmerz, aber auch Übelkeit und Erbrechen bis zu neurologischen Ausfallserscheinungen sind mögliche Symptome. Betroffene werden dadurch in ihren alltäglichen Tätigkeiten eingeschränkt und es vergehen oft viele Jahre, bis sie für diese meist erblich bedingte Erkrankung die passende Behandlungsform gefunden haben.

Menschen, die regelmässig an Migräne leiden, haben meist bereits einen langen Leidensweg hinter sich und suchen eine Shiatsu-Therapeutin häufig auf Empfehlung eines Arztes auf. Ein verbreiteter Auslöser von Migräne sind bei Frauen hormonelle Schwankungen (Menstruationszyklus). Aber auch in Lebensphasen, in denen Betroffene besonders gestresst sind, wie beispielsweise in Prüfungssituationen, bei hoher Arbeitsbelastung oder durch familiäre Beanspruchungen, kann es häufiger zu Migräneanfällen kommen. Die Shiatsu-Therapie kann mit ihrem ganzheitlichen Genesungsansatz helfen, das Leiden zu lindern.

Gewohnheiten reflektieren und Spannungen lösen
Im Gespräch identifiziert die Therapeutin zusammen mit dem Klienten Gewohnheiten und Verhaltensmuster, welche Migräneanfälle begünstigen können. Das Ziel ist es, den Klienten dabei zu unterstützen, diese zu erkennen, um bestimmte Muster loszulassen und eingefahrene Situationen zu verändern. Behutsam wird der Klient dahin geführt, die Selbstregulierungskräfte seines Körpers anzuregen und seine Selbstwahrnehmung zu verbessern.

Die Behandlung selbst bietet Klientinnen und Klienten die Möglichkeit, sich zu entspannen, aufzutanken und ein Gefühl des Angenommenseins zu erleben. Der charakteristische, achtsame und rhythmische Druck auf den Körper und seine Energieleitbahnen vermittelt ein deutliches und nachklingendes Gefühl von Weite, Raum und Ganzheit. Die Lebensenergie «Ki» wird mit entsprechenden Impulsen angeregt und unterstützt die Klienten dabei, beengende Lebensmuster loszulassen. Energetische Blockaden und muskuläre Verspannungen werden in der Behandlung gelöst. Dadurch wird die Fähigkeit zur Selbstregulation angeregt, sodass die Betroffenen belastende Lebensumstände besser ausgleichen und diesen mit mehr Resilienz begegnen können.



 

Shiatsu bei Angststörungen – Beruhigung durch Berührung

Shiatsu unterstützt Menschen mit Angsterkrankungen, den eigenen Körper und die inneren Vorgänge und Emotionen besser wahrzunehmen und einzuordnen. Dadurch wird die Selbstregulation gestärkt. Betroffene lernen, selbstkompetent mit der Krankheit umzugehen.

Wie wirkt Shiatsu bei Angstzuständen?

Bei Angst reagiert das autonome Nervensystem typischerweise mit Überaktivität oder Erstarrung. Es treten Symptome wie schneller Puls, erhöhter Blutdruck, beeinträchtigte Atmung, Hitze-/Kälteschübe, Zittern, Schweissausbrüche, Durchfall, Harndrang, innere Unruhe, Schlaflosigkeit oder Albträume auf. Auch verspannte Muskeln und Kreislaufprobleme oder ein geschwächtes Immunsystem können Zeichen der Angst sein.

Menschen mit Angststörungen sind oft chronisch übererregt. Es fällt ihnen schwer, eine gesunde, natürliche Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu halten. Die achtsame und respektvolle Berührung im Shiatsu hilft ihnen, sich wieder im eigenen Körper zu verankern, diesen bewusster wahrzunehmen und sich selbst zu regulieren. So werden das körperliche Wohlbefinden und damit die seelische und emotionale Zufriedenheit und Stabilität bestmöglich gefördert. Die angstbetroffene Person kann sich entspannen und Vertrauen in sich selbst aufbauen.

Shiatsu kann KlientInnen dabei unterstützen, die eigene Übererregtheit auf allen Ebenen wahrzunehmen. Indem sie sich des Stresses und der daraus resultierenden chronischen Überreizung bewusst werden, erhalten KlientInnen, die unter Angstzuständen leiden, die Chance, den Kreislauf zu durchbrechen. Der vertrauensvolle therapeutische Rahmen ist dabei besonders wichtig. Oft liegt der Erkrankung ein traumatisches Erlebnis zugrunde. Hier muss behutsam vorgegangen werden. Im Gespräch erfährt die Therapeutin meist mehr über die Angst und ihre Dynamik. Was nicht verbal ausgedrückt werden kann, erfährt sie direkt vom Körper und dessen Energiefeld.

Die empathische Begleitung in der Shiatsu-Therapie erleichtert das Erkennen von Zusammenhängen rund um die Angst und ermöglicht den aktiven Umgang damit. Inneres Geschehen kann nach aussen und damit ins Bewusstsein gebracht werden. Wenn Ängste bewusst wahrgenommen werden, können sie transformiert werden.

Individuell ausgewählte und angeleitete Körper- und Atemübungen für den Alltag helfen, Ängste in konkreten Momenten unter Kontrolle zu bekommen. Gemeinsam mit der Therapeutin werden so Bewältigungsstrategien für den Alltag erarbeitet. Dabei wird das individuell Passende gesucht, das dieser Person nützt und ihr Bedürfnis in der akuten Situation abdeckt. Die Übungen helfen, sich in Paniksituationen wieder auf den eigenen Körper zu besinnen, sich wahrzunehmen. Hier können alle Sinne angesprochen werden (z.B. mit nackten Füssen über den kalten Boden laufen, einen Lieblingsstoff durch die Finger gleiten lassen, den Lieblingsduft bewusst einatmen, etc.).

Solche Strategien stärken die Selbstwirksamkeit der Betroffenen und ermöglichen ihnen, Ängste unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Die Angst wird fassbarer, ihr kann anders begegnet werden und sie verliert allmählich ihren Schrecken.

Shiatsu bietet sich bei Angststörungen als begleitende körperorientierte Therapie in Kombination mit einer psychologischen oder psychiatrischen Behandlung an. Andere Methoden der KomplementärTherapie können ebenfalls unterstützend wirken.

 

 


Imaginationsübungen für körperliches und geistiges Wohlbefinden


Gerade in Zeiten grosser Unsicherheit und sozialer Isolation, wie sie von der Corona-Krise hervorgerufen wurden, kann es hilfreich sein, selbst aktiv zu werden, um sich und seinen Körper zu stärken. Das Interesse an Jogging, Velofahren oder Online-Yoga-Klassen hat dementsprechend zugenommen. Hier hat auch Shiatsu etwas Wunderbares zu bieten: sechs einfache Meridian-Dehnübungen.

 

Basierend auf der Shiatsu-Lehre, hat Shizuto Masunaga, ein einflussreicher Shiatsu-Lehrer, in den 80er Jahren eine Reihe von Übungen entwickelt, die er seinen KlientInnen als Ergänzung zur Shiatsu-Therapie mitgab. Er hatte erkannt, dass Gesundung – obwohl Shiatsu selbst bereits eine wirkungsvolle Methode ist – ein umfassendes persönliches Engagement erfordert. Auch aus Sicht der Komplementär-Therapie, wie wir sie heute praktizieren, ist die Selbstreflektion und damit das selbstkompetente Handeln ein integrierter Bestandteil des Behandlungszyklus. Makko-Ho-Übungen können somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundwerdung und -erhaltung leisten, indem sie die Genesungskompetenz erhöhen und die Nachhaltigkeit im Alltag sichern.

 

Funktionsweise der Meridian-Dehnübungen

Diese Meridian-Dehnübungen sind ideal, um Spannungen zu lösen, den Energiefluss im Körper und in den Organen zu stimulieren und harmonisieren und dadurch Blockaden zu lösen. Sie fördern Entspannung, Gesundheit und Vitalität, kräftigen den Körper und verbessern die Blutzirkulation. Jede dieser sechs Bewegungen stimuliert die Energie von zwei Meridianen (oder Energie-Leitbahnen), die jeweils einer Wandlungsphase bzw. einem Element zugeordnet sind. Somit werden in einer Übungsabfolge alle zwölf Meridiane angesprochen. Ein Verständnis für die Meridiane ist dabei für die praktische Ausführung nicht notwendig.

Unabhängig von Alter, Gesundheitszustand oder Beweglichkeit können diese Übungen von jeder Person ausgeführt werden. Intensität und Dauer können individuell angepasst werden.

«Wahre Gesundheit bedeutet Ausgewogenheit des ganzen Körpers. Geschmeidigkeit beinhaltet die Fähigkeit, Verspannungen an jeder Stelle des Körpers erkennen und beseitigen zu können.»

 

Den Körper so bewegen, wie er es möchte

Oberstes Prinzip beim Ausführen dieser Übungen ist, den Körper so zu bewegen, wie er es möchte, sich in die Richtung zu bewegen, die den geringsten Widerstand aufweist und am Ende jeder Bewegung vollständig auszuatmen.

Atmung und Bewegung werden nicht getrennt kontrolliert, sondern es wird mittels Visualisierung die Dynamik des ganzen Körpers wahrgenommen. Dabei wird eine Dehnung nicht mit Muskelkraft erreicht, sondern die geistige Vorstellung aufrecht erhalten, dass die Energie vom Mittelpunkt des Körpers in Kopf, Arme und Beine fliesst. Das Gefühl für eine angenehme Dehnung entsteht durch langsames, ruhiges Ausatmen, verbunden mit der Vorstellung, dass Energie befreit wird, wie die Luft, die aus einem Ballon entweicht. Die Aufmerksamkeit wird dabei auf alle Veränderungen des Körpers in seiner Gesamtheit gerichtet.

«Nur Übungen, die der Wiederherstellung des Geist-Körper-Gleichgewichts dienen, können wirklich ‘Gesundheitsübungen’ genannt werden.»

 

Vorstellung und Bewegung 

Masunaga nannte diese Übungen ‘Zen Imagery Exercises’ und betont in seinem gleichnamigen Buch, wie wichtig das mentale Bild einer Bewegung für ein müheloses Ausführen ist. Das innere Gesamtbild der Bewegung führt dabei die Absicht, Teile der Bewegung werden korrigiert, ein Gefühl für die Bewegung wird entwickelt, und am Schluss steht die anmutige und mühelose Ausführung.

Jedoch ist es, wie bei anderen Techniken auch, unumgänglich, die Imaginationsübungen regelmässig auszuführen, um in den Genuss verbesserter Gesundheit zu kommen. Mit der Zeit wird die angenehme und erfreuliche Erfahrung, die wir damit verknüpfen, dazu führen, dass es uns leichter fällt, sie regelmässig zu praktizieren.

 

Quelle und Zitate aus: Shizuto Masunaga: Meridian Dehnübungen, 1999